PPS Tool Solution Software System

Das Solution Software System ist ein vollständig dynamisches Produktionsplanungs- und “ Steuerungssystem, welches problemlos um weitere Produkte und Produktteile erweitert werden kann. Es kann aber auch schnell und einfach für die Fertigung anderer Artikel genutzt werden. Eine Änderung der Anwendung ist dabei nicht notwendig, nur die Datensätze müssen entsprechen angepasst werde. Die Anwendung ist in der Vorlesung “IBSYS 2” entstanden und wurde mit Grails realisiert. Weitere Informationen und Details zur Anwendung bekommen Sie durch das Kontaktfomular, welches Sie hier finden.

Wizard

Prognosen

    Prognosen können jede Periode anders ausfallen. Auf dieser Seite können Prognosen für die aktuelle Periode manuell eingegeben werden. Die eingegebenen Daten werden in der Datenbank gespeichert. Die weitere Daten werden aufgrund dieser eingegebenen Daten berechnet. Die Eigenteile und auch die Nummerierung der Perioden werden dynamisch erzeugt. Wenn man auf das Icon Wizard starten drückt, wird man zur nächsten Seite weitergeleitet, wo sich die Sicherheitsbestände befinden.

Sicherheitsbestand

    Bei Berechnung des Sicherheitsbestandes wird der Vertriebswunsch der nächsten Periode berücksichtigt, welcher sich aufgrund der Prognose-Werte der nächsten Periode ergibt. Der Vertriebswunsch des jeweiligen Teiles wird mit einem Prozentwert multipliziert, der im normalen Fall 30% beträgt. Der Prozentwert wird unter Berücksichtigung von folgenden Kriterien erhöht:

  • 40%, falls die Anzahl der Maschinen, welche zur Herstellung des Produktes benötigt werden,
    gleich oder größer als 80% des Max Wertes ist. Der Max Wert ist die höchste Anzahl
    Maschinen die ein Produkt der Eigenteile zur Herstellung benötigt;
  • 50%, falls die Herstellung des Produktes (inkl. Rüstzeit) mehr als die durchschnittliche Produktionszeit
    (Fertigungszeit und Rüstzeit) beträgt;
  • 60%, falls der Wert des Teiles unter dem durchschnittlichen Teile Wert der Eigenteile liegt.
    Die vorgeschlagenen Sicherheitsbestände können durch manuell eingegebene Werte überschrieben
    werden.
  • PPS SoftwareSolutionSystem

Produktionsmenge

    In dieser Ansicht erhält man Informationen zu der aktuellen Lagermenge, zum Vertriebswunsch bzw. Verbrauch, den Warteschlangen, der zuvor eingegebenen Sicherheitsbeständen sowie den daraus resultierenden zu produzierenden Mengen je Eigenfertigungsteil. Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Eigenfertigungsteilen z. B. Unterkomponenten werden für die Berechnung der Produktionsmengen berücksichtigt. Die errechneten Produktionsmengen können als Minimalwert den Wert 0 annehmen, was keine Produktion bedeutet und somit eine Reduzierung des Lagerbestandes zur Folge hat. Des Weiteren dienen die errechneten Produktionsmengen als Grundlage für die Kapazitätsplanung im nächsten Schritt Werkzeiten.

Werkzeiten

    Hier wird angezeigt, wie viele Minuten jeder Arbeitsplatz zur Fertigung einer Menge eines bestimmten Teiles, aufgrund der berechneten Auftragsmengen, benötigt.
    Der Kapazitätsbedarf jedes Arbeitsplatzes wird ermittelt, dazu kommt noch die Rüstzeit der Maschinen. Falls dem Arbeitsplatz die angegebene Zeit zur Fertigung der Auftragsmenge nicht ausreicht, werden Überstunden (in Minuten pro Tag) zugewiesen bzw. 2. oder. 3. Schicht eingeführt.

Kosten je Arbeitsplatz

    In dieser Sicht werden die berechneten Kosten und Auslastung für jeden Arbeitsplatz angezeigt.

Kaufteildisposition

    Hierbei handelt es sich um eine erweiterte Darstellung der Kaufteillageransicht. Neben den allgemeinen Daten wie z. B. Kaufteilnummer oder Bezeichnung werden zusätzlich der Lagerwert, eine Zuordnung nach der ABC-Analyse, die gerundete Reichweite sowie der geplante Verbrauch und der voraussichtliche Endbestand mit Wareneingang angezeigt. Der Lagerwert errechnet sich aus der aktuellen Lagermenge multipliziert mit dem jeweiligen Teilewert. Dieser Lagerwert spiegelt sich in der ABC-Analyse-Spalte wider. Nach dieser Analyse werden die Kaufteile in teure (Kategorie A), durchschnittliche (Kategorie B) und billige (Kategorie C) Güter unterteilt. Durch dieses einfache Hilfsmittel kann eine Lagerbestandsoptimierung betrieben werden, um die Kapitalbindungskosten zu minimieren. Die Spalte Reichweite gerundet gibt die Dauer in Perioden an, bis die sich im Lager befindliche Menge aufgebraucht worden ist. Dabei werden der aktuelle Verbrauch sowie eine Hochrechnung des zukünftigen Verbrauchs – aus den eingegebenen Prognosewerten aus dem ersten Schritt des Wizards – sowie zukünftige Wareneingänge berücksichtigt. Die errechnete Reichweite wird im nächsten Schritt Bestellungen zur Berechnung von Bestellungen verwendet. Dabei wird jedoch auch überprüft ob in einer Periode ein negativer Lagerbestand vorhanden sein kann, sollte dies der Fall sein, wird bei der Reichweiten Berechnung nur die Werte bis zu dieser Periode berücksichtigt.

Bestellungen

    Im siebten Schritt des Wizards werden die generierten Bestellungen für Kaufteile angezeigt. Bestellungen werden generiert, falls die berechnete Über-/Unterdeckung kleiner als 2 ist. Die Über-/ Unterdeckung ist der Quotient aus der Reichweite “ aus dem vorherigen Schritt des Wizards “ und dem worst case der Lieferzeit. Dieser Quotient gibt an, ob die sich im Lager befindliche Menge bei dem aktuellen Verbrauch ausreicht wie die längst mögliche Lieferzeit dauert, also ob ein möglicher Produktionsstopp aufgrund fehlender Teile wahrscheinlich ist. Unter der Spalte Menge ist die zu bestellende Menge zu verstehen. Sie wird unter Berücksichtigung der Über-/Unterdeckung, dem Teilewert und dem Verbrauch errechnet. Gegebenenfalls wird die Diskontmenge bestellt um einen Mengenrabatt ausnutzen zu können. Bei geringwertigen Kaufteilen wird die Bestellmenge um die durchschnittliche Verbrauchsmenge des Teils erhöht. Die Dringlichkeit einer Bestellung wir über den Bestellmodus gesetzt. Der Bestellmodus wird aufgrund des Wertes, der sich durch die Reichweite ergibt und die noch verbleibende Zeit angibt bis das Lager gleich null hat, berechnet. Aufgrund des Lieferzeitfaktors und der Lieferterminabweichung wird der beste Bestellmodus ausgewählt. Dabei wird bei der Lieferterminabweichung immer vom Worst Case ausgegangen. Da die Reichweite jedoch teilweise auf den Durchschnittlichen Verbrauch basiert und der Lagerwert vorher null sein sollte, wird die Dauer bis zum Lagerwert null berücksichtigt und nicht die Reichweite. Mit der Spalte Variable Kosten werden die von der Bestellmenge abhängigen Kosten zum Ausdruck gebracht. Variable Kosten sind das Produkt aus Bestellmenge mit dem jeweiligen Teilewert eines Kaufteils. Die Bestellmengen sowie der Bestellmodus können im letzten Schritt des Wizards manuell bearbeitet werden.

Reihenfolge

    Bei der Reihenfolgenplanung werden nun die Produktionsmengen in separate Aufträge unterteilt. Die einzelnen Aufträge erhalten eine Identifizierungsnummer, wobei die niedrigste Nummer der höchsten Priorität entspricht. Die Trennung der Produktionsmenge wird folgendermaßen durchgeführt:

  • Produktionsmenge wird in Sicherheitsmenge und Vertriebswunschmenge unterteilt.
  • Anschließend wird geprüft, ob die Produktion der Sicherheitsmenge kleiner als Rüstzeit ist.
    Ist dies der Fall, so wird kein Extra-Auftrag für die Sicherheitsmenge erstellt. Diese wird
    stattdessen zur Vertriebswunschmenge aufaddiert.
  • Die Vertriebswunschmenge wird in mehrere Aufträge aufgeteilt. Dabei beträgt pro Auftrag
    die Rüstzeit 10%. Durch ein Aufrunden kann dies jedoch variieren, da sich nicht jede Menge
    entsprechend teilen lässt, dass die Rüstzeit immer 10% der gesamten Produktionszeit beträgt.
  • Unter Berücksichtigung der Lagermenge und der Maschinenanzahl sowie der Produktionszeit
    werden die Eigenteile in einer bestimmten Reihenfolge eingeordnet. Dann werden die
    Aufträge der einzelnen Eigenteile dieser Reihenfolge zugeordnet.

Eingabe

    Im letzten Schritt des Wizards können die Eingabedaten zur Bestellung, Arbeitszeit und Produktionsmenge schließlich manuell bearbeitet werden. Sollte die Produktionsmenge der Eigenteile verändern werden, sodass der Wert der sich aus den einzelnen Mengen ergibt, größer als die Soll-Produktionsmenge ist, wird ein Hinweis ausgegeben.
    PPS SoftwareSolutionSystem

Export

    Das SSS-Tool verfügt über einen XML“Output, der die Simulationsdaten im XML-Format exportieren kann. Der XML Export ermöglicht es, die erstellten Simulationsdaten elektronisch an ein anderes System (z.B. Supply Chain Simulator) zu übergeben. Unter Menüpunkt XML Export erscheint ein Fenster, in dem der Benutzer entscheidet, ob die generierte XML-Datei geöffnet oder gespeichert werden soll.
    PPS SoftwareSolutionSystem

Import

    Über diese Funktion bietet das SSS-Tool die Möglichkeit, durch Software von Drittanbietern extern erzeugte XML-Datendateien zu öffnen und in den Client zu importieren. Unter Menüpunkt “XML einlesen” über Button Durchsuchen öffnet sich ein Dateiexplorer Ihres lokalen Systems, mit Hilfe dessen Sie die zu importierende Datei auswählen können. Mit Daten absenden wird die Datenbank mit den Daten aus der XML-Datei gefüllt. Die Import-Datei wird unter dem Dateinamen “$Periode$Gruppennummer_xmlfile.xml” gespeichert, damit sie nach dem Import auf dem Server weiterhin verfügbar ist und dort jederzeit aufgerufen werden kann. Sollte schon eine Datei mit einem Dateinamen auf dem Server vorhanden sein und eine neue Datei mit dem gleichen Namen importiert wird, wird die Datei auf dem Server überschrieben.
    PPS SoftwareSolutionSystem

Stammdaten

Maschinenkosten
    In dieser Ansicht sieht man die Maschinenkosten. Man kann die einzelnen Daten ändern, wie auch neue Maschinen mit dazugehörigen Angaben hinzufügen.
    Stückliste Hier wird eine Liste angezeigt, in der enthalten ist welche Kaufteile und Eigenteile ein Eigenteil benötigt. Es ist hier möglich vorhandene Daten zu ändern oder zu löschen. Aber es besteht auch die Möglichkeit neue Daten einzutragen. Aufgrund dieser Daten, werden die Stücklisten generiert. Bestellmodus
    In dieser Liste befinden sich alle Bestellmodis. Diese werden bei der Bestellung von Kaufteilen in der Berechnung berücksichtigt. Dabei wird neben den Lieferzeit- und Abweichungsfaktoren auch der Diskontfaktor berücksichtigt. Ablauf In dieser Sicht werden Abläufe dargestellt. Ein Ablauf stellt dar, welches Erzeugnis an welchem Arbeitsplatz bearbeitet wird, wie viel Zeit die Bearbeitung beansprucht und wie lange die Rüstzeit dauert. Hier sind die Arbeitsplätze aufgelistet. Dazu sind die Kosten pro Minute und je Schicht, die Überstundenkosten pro Minute und gesamte maximal erlaubte reguläre Arbeitszeit und maximal erlaubte Überstunden pro Schicht in Minuten angegeben.

Stücklisten

Stückliste nach Fertigungsstufen
    Diese Stückliste ist klar strukturiert, die Fertig- und Verwendungsteile werden auf sechs Ebenen stufenweise gegliedert. Das ist eine Strukturstückliste. Eine Strukturstückliste beinhaltet die Lage der Komponenten im hierarchischen Aufbau der Produktstruktur. Die Mengenangaben in jeder Position der Strukturstückliste geben die Anzahl der verbauten Komponenten im Kontext der übergeordneten Komponenten an. Strukturstücklisten haben den Nachteil, dass komplette Strukturen über den Zusammenbau in einer Strukturstückliste wiederholt werden müssen, wenn sie mehrfach in einer Produktstruktur vorkommen.
Mengenstückliste
    In der Mengenstückliste sieht man, aus welchen Teilen die Fertigprodukte bestehen. Es wird für jedes Enderzeugnis eine Tabelle dargestellt. Wenn man alle Mengenangaben für eine Produktkomponente summiert und alle Produktkomponenten auflistet, entsteht eine Mengenstückliste. Die Mengenstücklisten finden Anwendung in der Beschaffung und im Arbeitsvorbereitungsprozess, wo nicht der konkrete Position der Elemente in der Struktur von Bedeutung ist, sondern lediglich die Übersicht der gesamten Mengen der Teilen oder Baugruppen benötigt wird. Die Mengenstücklisten werden ohne zusätzlichen Aufwand erzeugt.
Mengenstückliste nach Erzeugnisse
    In mehreren verschiedenen Tabellen sieht man, aus welchen Kauf- und Eigenteile fertige Erzeugnisse und andere Eigenteile zusammen gebaut sind, die sog. Baukastenstücklisten. Baukastenstückliste wird als eine einstufige Strukturstückliste darstellt. Baukästen haben darüber hinaus den Vorteil, die Widerverwendbarkeit zu unterstützen. Ein Baukasten ist per Definition immer in derselben Weise aufgebaut, egal wo und wie oft er verwendet wird. Aus Baukästen können die anderen Formen von Stücklisten immer abgeleitet werden.
Periodenergebnis
    • Grün:

    • Kann Kapazität: >50.000
    • Kann/Normal Kapazität: >160%
    • Produktivzeit: >40.000 min
    • Auslastung: >75%
    • Absatz = Vertriebswunsch
    • Liefertreue: 100%
    • Ergebnisse: positiv
    • Gesamtergebnisse: positiv
      Orange:

    • Liefertreue: >70% und <75%
      Rot:

    • Liefertreue: <100%
    • Absatz < Vertriebswunsch
    • Leerzeiten: >10.000 min
    • Lagerwert: >250.000 €
    • Leerzeitkosten: >5.000 €
    • Ergebnisse: negativ
    • Gesamtergebnisse: negativ
  • Die Rubrik Gesamtergebnis beinhaltet zwei Unterpunkte: Vergangende Perioden und Prognosewerte. Im letzteren werden die Verkaufswünsche und “prognosen zur Übersicht aufgeführt. Weit interessanter ist das Gesamtergebnis aller vergangenen Perioden. Dort werden alle wichtigen Kennzahlen aufgeführt und zur besseren Beurteilung farblich markiert. Ist die Zelle grün eingefärbt, so ist das Ergebnis gut ausgefallen. Orange bedeutet einen mittleren Wert, während rot kritisch bedeutet, entsprechend dem bekannten Ampelsystem:

    PPS SoftwareSolutionSystem

Periodendetails

Warteliste Material
    Diese Tabelle zeigt die fehlenden Eigenfertigungs- und/oder Kaufteile und die fehlenden Endprodukte.
Aufträge beendet
    Hier werden die beendeten (Teil-)Aufträge aufgelistet mit folgenden Daten: Periode, Durchlaufzeit in Minuten, Durchlaufzeitfaktor, begonnen, beendet, Menge, Kosten/Los, Durchschnittskosten/Los, Teil und Job. Im Popup-Fenster wird der gewählte Auftrag in P1, P2 und P3 aufgeschlüsselt.
    Diese Tabelle stellt alle Aufträge dar, die nach Beendigung der fünftägigen Arbeitswoche noch nicht beendet wurden. Zu Beginn der nächsten Woche müssen zuerst diese Aufträge fertig gestellt werden. Folgende Daten werden ausgegeben: Arbeitsplatz, Periode, Job, Los, Teil, Menge und Zeitbedarf.
Zukünftiger Lagerzugang
    Hier werden alle Kaufteile aufgelistet, die in den nächsten Perioden ins Lager eingehen. Dazu werden folgende Angaben gemacht: Identifizierungsnummer, Bestellmodus, Bestellperiode, Kaufteil, Menge und Ankunftsperiode.
Lagerzugang diese Periode
    In dieser Tabelle wird der Lagereingang von Kaufteilen ausgelistet und folgende Informationen mitgeteilt: Identifizierungsnummer, Bestellperiode, Bestellmodus, Teil, Menge, Zeit, Materialkosten, Bestellkosten, gesamte Bestellkosten und Stückkosten.
    PPS SoftwareSolutionSystem
Leerzeiten
    Je Arbeitsplatz werden in dieser Tabelle folgende Daten ausgegeben: Arbeitsplatz, Anzahl Rüstvorgänge, Leerzeit, Lohnleerkosten, Lohnkosten und Maschinenstundensatz.

Entwicklungszustand

Status: Close

Aktuelle Version: 1.0

Nächste Version:

Release Termin:

Tracker: